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Sonntag, 8. Januar 2012

Angkor

Grüß Buddha aus Kambodscha,

heute gings zum achten Weltwunder, dem Angkor Wat...korrekterweise ist das nur einer der zahlreichen Tempel in der Umgebung nördlich von Siem Reap, eigentlich bezeichnet man alles als Angkor.

Noch kurz zur Geschichte: die Khmer haben scho relativ früh (etwa vor 1000 Jahren) begonnen, Wasser durch Deiche oder Dämme vom anliegenden Tunle Sap umzuleiten oder durch Stauseen zu speichern...aufgrund dessen war es ihnen möglich, teilweise mehrere Ernten pro Jahr einzubringen. Die dadurch erzielten Nahrungsüberschüsse wurden verkauft, das Geld wurde wiederum in gewaltige Tempelanlagen investiert.

Am ersten Tor

Angkor Wat

War wieder mal ein überwältigendes Gefühl so etwas live zu erleben

Komplett überfüllt mit Touristen aus aller Welt


Fragt mich bitte nicht wieso da ein Pferd gelegen ist...

und nochmal

Im Angkor Wat


Dann gabs das erste Problem. Um den inneren Turm besteigen zu können musste man seine Schultern bekleiden, wie an einige religiöseren Stellen auf dem Angkor Gelände. Zum Glück hat mir dann nach kurzer Sucherei eine alte Kambodschanerin einen Lumpen geliehen...was macht man nicht alles für die liebe Kultur :)

Aussicht aus dem mittleren Turm



Der steile Weg auf den Turm

mit meinem Lumpen :)

dann noch ein kleines Fotoshooting auf der anderen Seite. Dort war nicht so viel los, sieht von hier irgendwie etwas kleiner aus




Mönche aus dem fernen Guernsey und Bayern


Unsere Fotografin :)


Danach gings zum Mittagessen auf dem Gelände, was eher einem mittelgroßen Markt ähnelte mit ewig vielen Souvenirshops und kleinen Restaurants, natürlich hoffnungslos überteuert. Allerdings weiß der erfahrene Asien-Backpacker, dass man sogar im Restaurant um seine Nudelsuppe feilschen kann :)

Auf der Eintrittskarte war sogar ein kleines Bild von mir drauf

Das Bild zweite von links richtet sich im übrigen an unsere chinesischen Freunde...kein Witz, hab jetzt schon von mehreren Leuten gehört, dass die meisten (also eine ganze Menge) eigentlich keine Ahnung haben wie man einen Klodeckel benützt. Kleiner Tipp, solltet ihr in der Uni oder im Restaurant mal eine Toilette benutzen aus der gerade ein Chinese herauskommt, zuvor vielleicht einfach nochmal drüber putzen :)

Danach gings zum etwas weiter nördlich gelegenen Angkor Thom, dessen Bayon Tempel weltberühmt für seine in Stein gehauenen Figuren ist...


Regenbogenmodus meiner Kamera :)





Der Bayon Tempel von außen

War für mich nicht minder beeindruckend als Angkor Wat

Bei solchen religiösen Statuen waren Händler nie fern, bei denen man ein Räucherstäbchen kauft um es anschließend vor die Statue zu legen

Weiterer Tempel, war mir jedoch wieder nicht gestattet hochzugehen...und die freundliche Lumpen-Frau war auch nicht zu sehen :(
Nächster Tempel, hier durfte ich wieder hoch, jippieeeeee

Von der Spitze

Nächster Halt war an der Elefantenterrasse, hier gabs hunderte (oder eher tausende) von kleinen in Stein gehauenen Figuren zu bewundern...


:)

Blick von der Terrasse

Löwen-Popo

Möchte wieder mal nicht wissen wieviel Arbeit dahintersteckt...



Zwischendrin gabs immer mal wieder Bäume mit teils recht bizarren Wurzeln zu sehen...


Super-Wurzel :)

Tempel x, x >> 10


Nimmt sein Schweigegelübde wohl nicht allzu ernst :)

Tempel aus dem Film Tomb Raider

Um ehrlich zu sein...nach sechs Stunden Tempelbesichtigung wars nicht mehr wirklich beeindruckend, eben weil alles irgendwie gleich aussah

Hier noch ein kleines Video aus dem Tomb Raider Tempel...


Was im Hintergrund wie in einem Hitchcock-Film klingt, sind irgendwelche Vögel, die da durchgehend für eine etwas geheimnisvolle Atmosphäre sorgten

Wurde einiges restauriert, deshalb lagen überall Steine herum


Ein paar wunderschöne Bäume gabs noch...

Am späten Nachmittag gings dann zu unserer letzten Station, zum Phnom Bakheng. Das ist ein Tempel auf der Spitze eines Berges und Endstation der meisten Tagesreisen hier, da man einen recht schönen Sonnenuntergang mit Blick auf das Angkor Gelände sieht. Das haben wir zumindest gelesen, auf den Tempel hochgekommen sind wir leider nicht. Dort ist etwa Platz für 300 Menschen, hoch wollten vielleicht 1000 und nach 90 Minuten schlangestehen haben wir aufgegeben :)

Phnom Bakheng

Hat mich ein wenig an die Menschenmassen bei Studentenparties im Mach erinnert


Nach knapp zwei Wochen Kambodscha gings weiter nach Pattaya in Thailand...denke nach knapp einer Woche Siem Reap ist es wieder Zeit für Sonne, Strand und Bikinis :D

Bis bald
Euer Manu

Siem Reap - Tunle Sap & Silvester

Hey,

nach sechs Tagen am Strand verließen wir Sihanoukville in Richtung Siem Reap, der Bus dorthin benötigt etwa 13 Stunden, erneut über die Hauptstad Phnom Penh, da das Straßennetz in Kambodscha nicht wirklich gut ausgebaut ist...

Im Bus nach Siem Reap...

die meiste Zeit lief viel zu laute kambodschanische (Karaoke) Musik

Brücke über den Mekong...

dem größten Strom Südostasiens

Nachdem wir Phnom Penh passierten gabs dann stundenlang diese Straßen...

und meist diesselbe Aussicht...

Reisfelder...

und mehr Reisfelder

Die Stadt Siem Reap ist aufgrund der Nähe zum Angkor Wat ausschließlich auf den Tourismus ausgerichtet und besteht größtenteils aus Märkten, Hostels und Bars oder Restaurants...

Asiatisches Bat-Mobil

Die 'Schlossallee' Siem Reaps...

war so gut wie jeden Tag voller Touristen

Am nächsten Tag besichtigten wir ein schwimmendes Dorf im Tunle Sap, dem größten See Südostasiens und einem der fischreichsten Seen weltweit. Außerdem ändert er jährlich aufgrund der unterschiedlichen Wassermassen des Mekongs zweimal seine Fließrichtung. In dieser Zeit werden die umliegenden Felder überflutet (maximal etwa 1/3 der landwirtschaftlichen Fläche Kambodschas), ideal für den Reisanbau.

 Dorthin gings wieder mal im Tuk Tuk, wieder mal auf unglaublich schlimmen Wegen, da die einzige Straße zum See zur Zeit eine Baustelle ist...


An Bord mit Bysi

Im Tunle Sap

Die blaue Schnur links unten ist im übrigen das Gaspedal

Kapitano

Stolze Seemänner

Im 'floating village'

Katholische Kirche

Nicht zu glauben, aber das ist eine schwimmende Basketballhalle :)

Mönche, wie überall in Südostasien


Auch hier kamen manchmal Bettler an unser Schiff heran...der Junge hat eine in dem See häufig vorkommende Wasserschlange um den Hals

Schwimmende Schweinezucht

Boot-Äffchen

Touristenboot, den langen Weg von Phnom Penh durch See nach Siem Reap...hatten wir uns auch überlegt, bin aber irgendwie froh den Bus genommen zu haben


War ziemlich interessant zu sehen wie die Menschen hier inmitten des Sees leben, allerdings war es teilweise wieder mal zu extrem auf den Tourismus zugeschnitten. Als wir das Boot betreten haben, kam ne junge Kambodschanerin auf uns zu und fotografierte uns einzeln...dachten zuerst das ist wie in China, wo jeder ein Foto von den Wessies haben wollte und dachten uns nichts weiter dabei. Als wir allerdings nach zwei Stunden wieder am Hafen ankamen gabs die Überraschung...zwei Mädels, vielleicht zehn Jahre alt, wollten uns einen kleinen Teller verkaufen, und auf dem war zu unserer Verwunderung unser Gesicht drauf :)

Auf dem Rückweg im Tuk Tuk

Am Rückweg gingen wir noch in die Krokodilfarm von Siem Reap...haben zwar auch eine kleine Farm auf dem schwimmenden Dorf gesehen, hier gabs jedoch weitaus mehr, und vor allem größere Krokodile zu sehen...


In der Krokodilsfarm...

Kann mich nicht erinnern jemals so faule Tiere gesehen zu haben...

Sehr aufmerksam das Schild links

Exakt die Pose hatten die etwa fünf Minuten

Der Kappo im Gehege

Direkt am Ausgang gabs dann makabrerweise einen Shop, in dem es alles mögliche wie Taschen, Geldbeutel oder Schuhe aus Krokodilsleder zu kaufen gibt. Wem das noch nicht reicht, der kann auch ein komplettes ausgestopftes Krokodil nehmen...typisch Asien würde ich sagen

Silvester gings in die Pub Street, dort waren geschätzte 5000 Menschen in den Kneipen oder auf der Straße...die war, als wir etwa gegen neun angekommen sind, nicht mehr wirklich passierbar :)


Gegen zehn Uhr...

Blick auf die restlos überfüllte Pub Street

Mit Bysi und James

Banana's Bar, haben gut ne Stunde dort ehrenamtlich gekellnert :)

Kurz vor Mitternacht, direkt neben der Box...

Zu später Stunde

Mit Bysi, James und Karine

Im richtigen Licht siehts aus wie flüssiges Gold :)

später...

noch später...

weitaus später :)

Dann noch der Beweis, dass Engländer keine Ahnung haben was sie mit Bier eigentlich machen sollen...

ohne Worte Bysi :)

Dein Freund und Helfer am nächsten Tag :)

Angemerkt sei noch, dass wir in unserem Hostel die meiste Zeit kein Wasser hatten, so mussten wir zum Beispiel am Silvesterabend mit einem Eimer Wasser duschen. Unsere Toilette war dazu die meiste Zeit verstopft, vielleicht bekamen wir zumindest mal eine grobe Vorstellung was es bedeutet in einem der ärmsten Länder dieser Welt zu leben...der durchschnittliche Monatslohn ist hier im übrigen etwa 40 US Dollar, was bei einigen daheim wohl eher dem Stundenlohn entspricht.

Natürlich besuchten wir auch das Angkor Wat während unserer Zeit in Siem Reap, hab mich aber in Folge meiner Bilderflut dort dazu entschlossen, den in einem eigenen Blog zu würdigen...

Salut
Manu